Wenn du beim Trompetespielen zu viel drückst, scheint die Sache ziemlich klar: Du musst weniger drücken.
Nur drückst du meistens gar nicht absichtlich. Es passiert instinktiv, oft so unbemerkt, dass du es erst merkst, wenn die Lippen müde werden, die Kraft nachlässt und du irgendwann einfach platt bist.
Also versuchst du, den Druck zu reduzieren. Und plötzlich wird der Ton wackelig, die Ansprache schlechter, die Höhe geht nicht mehr. Also drückst du wieder. Das wirkt zunächst wie ein Rückfall oder wie der Beweis, dass du den Druck noch nicht gut genug kontrollierst.
Aber hier lohnt es sich, einmal anders hinzusehen.
Denn was, wenn der Druck gar nicht das eigentliche Problem ist? Was, wenn er vielmehr die Lösung ist, die dein Körper für ein anderes Problem gefunden hat?
- Vielleicht stabilisiert er etwas, das noch nicht zuverlässig koordiniert ist.
- Vielleicht sichert er Höhe.
- Vielleicht kompensiert er fehlende Feinabstimmung zwischen Luft, Lippen, Zunge und Instrument.
Dann wäre der Druck nicht einfach eine schlechte Angewohnheit, sondern eine funktionierende Notlösung: anstrengend, grob und langfristig oft hinderlich, aber eben „funktionierend“.
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht: Wie werde ich den Druck los?
Sondern: Was müsste sich in meinem Spiel entwickeln, damit ich ihn nicht mehr brauche?
Genau darum geht es in meinem neuen Video:
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